Die Inhalte von RuR greifen die lebens- und berufsweltlichen Erfahrungen der SchülerInnen und deren damit verbundenen Hoffnungen, Fragen und Probleme auf.

RuR berücksichtigt die individuellen (entwicklungspsychologischen, geschlechts- und genderspezifischen, migrationsbedingten, …) Lernvoraussetzungen.

RuR-SchülerInnen werden ermutigt, ihre individuellen Perspektiven wahrzunehmen, zu entwickeln und in einem fortwährenden Lernprozess inner- und außerhalb des Unterrichts lebens- und weltgestaltend einzubringen.

RuR schützt und fördert die Entwicklung der individuellen Glaubenserfahrungen und Religiositäten der SchülerInnen und achtet die Unterschiede deren Lebensauffassungen und Lebensweisen, indem er für die religiöse und kulturelle Vielfalt sensibel ist und sensibel macht.

RuR ist der religiösen, kirchlich-konfessionellen und säkular-weltanschaulichen Pluralität seiner SchülerInnen und seines schulischen Umfeldes eingebunden. Er achtet diese Pluralität und begreift sie als Chance, dass die SchülerInnen authentische religiöse, kirchlich-konfessionelle oder säkular-weltanschauliche Lebensformen und Rollen ausbilden können

RuR vermittelt den SchülerInnen die wesentlichen Glaubensinhalte der beteiligten Religionen und Kirchen/Konfessionen in deren jeweiliger innerer Differenzierung.

RuR thematisiert den jeweiligen kulturellen Kontext des Glaubens der beteiligten Religionen und Kirchen/Konfessionen: Ästhetische und künstlerische Traditionen und Konzepte, wissenschaftliche Erkenntnisse, philosophische Richtungen und Traditionen, zudem säkulare Haltungen und Lebensweisen.

RuR entfaltet diese religiösen und kulturellen Quellen insbesondere in deren systematischem und wirkungsgeschichtlichem Beitrag zur Entdeckung, Förderung und Stärkung der Menschenwürde und der Menschenrechte.

RuR vermittelt die Quellen des Glaubens der beteiligten Religionen und Kirchen/Konfessionen und die Auslegungs- und Wirkungsgeschichte dieser Quellen, ebenso die Quellen der verschiedenen säkular-/weltanschaulichen Optionen: Die SchülerInnen machen sich mit diesen Quellen, zudem mit den Ritualien und Liturgien der beteiligten Religionen und Kirchen/Konfessionen in deren jeweiligem kulturellem Umfeld vertraut. Der RuR-Unterricht erschließt hierzu die lebensweltlichen Erfahrungen und Wissensgehalte der SchülerInnen, indem er sie mit religiös tradierten, aber auch mit säkular-weltanschaulichen Sachverhalten korrelieren lässt.

In ergänzender Nutzung vielfältiger – sprachlich-exegetischer, historisch-kritischer, philologischer, meditativer, symbolerschließender, dramatischer, gestalterischer und spielerischer – Methoden erschließt RuR den SchülerInnen einerseits die Bedeutung der religiösen Quellen, der Ritualien und Liturgien und bietet ihnen andererseits die Gelegenheit, sich der eigenen (religiös ausgesagten und begründeten) Würde zu vergewissern.

RuR fördert die Methodenkompetenz der SchülerInnen.