RuR folgt sechs religionsdidaktischen Prinzipien, von denen jeweils zwei paarweise einander zugeordnet sind:
- Die Inhalte sind schüler:innenorientiert und quellenorientiert: RuR orientiert sich sowohl an der Gegenwart der SchülerInnen als auch an den historischen Quellen der beteiligten Religionen, Kirchen/Konfessionen und säkular-/weltanschaulichen Optionen.
- Die didaktische Grundform ist dialogorientiert und religions- und kirchen-/konfessionsorientiert: RuR orientiert sich sowohl am gemeinsamen Dialog als auch an den einzelnen Besonderheiten der beteiligten Religionen, Kirchen/Konfessionen und säkular-/weltanschaulichen Optionen.
- Das Erkennen ist anschauungs- und begriffsorientiert: RuR orientiert sich sowohl an gelebter und erfahrener Authentizität als auch an den philosophischen und theologisch-glaubensreflektierenden Wissens- und Wissenschaftsressourcen der beteiligten Religionen, Kirchen/Konfessionen und säkular-/weltanschaulich optierenden Institutionen.
Die Interessen der SchülerInnen sowie die besonderen Fähigkeiten der RLP sind selbstverständliche und zentral wichtige Referenzwerte der Unterrichtsplanung und -durchführung.
Aufgrund des mitunter geringen Stundenausmaßes von RuR kommt häufig das Prinzip des exemplarischen Lernens zur Anwendung.
Die religionsdidaktischen Prinzipien von RuR werden in Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsgegenständen angewendet. Darin werden inhaltliche Querverbindungen und gemeinsame Kompetenzbereiche genutzt.
Es kann zudem sinnvoll sein, außerschulische Fachleute heranzuziehen. Für die Umsetzung bietet sich auch ein projektorientierter Unterricht an.