Wahrnehmen und Beschreiben (Perzeption)

Die SchülerInnen können…

  • Informationen sammeln, aufbereiten, bewerten und präsentieren.
  • Sachverhalte, Denk- und Lebensweisen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede erläutern.
  • religiöse oder säkular-weltanschauliche Wahrheitsansprüche in deren handlungsleitender und lebensgestaltender (spezifischer) Relevanz darstellen.
  • Ambivalenzen menschlichen Lebens sowohl in religiöser als auch in säkular-weltanschaulicher, zudem in sozial- und naturwissenschaftlicher Perspektive beschreiben.

Verstehen und Deuten (Kognition)

Die SchülerInnen können…

  • ihre eigene Denk- und Lebensweise im Kontext alternativer Denk- und Lebensweisen beschreiben und begründen.
  • religiöse, kirchlich-/konfessionelle oder säkular-/weltanschauliche Überzeugungen und Haltungen und deren mögliche Auswirkungen auf das individuelle und gesellschaftliche Handeln differenziert erläutern.
  • das Orientierungs-,Wert- und Normsystem ihres eigenen Handelns analysieren.
  • das religiöse, aber auch das säkular-/weltanschauliche Verständnis von Gott oder Göttlichem oder Transzendentem beispielhaft erläutern.
  • religionskritische Positionen analysieren.
  • die Antworten verschiedener Religionen oder Kirchen/Konfessionen auf religionskritische Anfragen analysieren.
  • anthropologische Aussagen verschiedener Religionen, Kirchen/Konfessionen und säkular-weltanschaulich optierender Institutionen darstellen.
  • das in den Religionen, Kirchen/Konfessionen und säkular-weltanschaulichen Optionen artikulierte Streben des Menschen nach Erlösung, Heil und Glück/Glückseligkeit miteinander vergleichen.
  • grundlegende Prinzipien und Quellen der Moral verschiedener Religionen, Kirchen/Konfessionen und säkular-weltanschaulicher Optionen darstellen und miteinander vergleichen.
  • auf die Frage nach den Religionen antworten, indem sie im Verweis auf verschiedene Religionen oder Kirchen/Konfessionen – und entweder systematisch oder an einem Fallbeispiel gelingender oder misslingender Begegnung – zeigen, inwiefern diese miteinander übereinstimmen oder voneinander abweichen.
  • auf die Frage nach Gott oder Göttlichem oder Transzendentem antworten, indem sie…
    • vor dem Hintergrund säkular-weltanschaulicher, naturwissenschaftlicher und theologisch-glaubensreflektierender Erkenntnisse und Methoden das Schöpfungs- oder das Wunderverständnis einer Religion oder Kirche/Konfession analysieren. Oder…
    • mystische Wege und mystische Grundgedanken oder konkrete mystische Erfahrung-/Empfindungszugänge oder gegenwärtige Formen von Spiritualität in einer Religion oder Kirche/Konfession erläutern.
  • auf die Frage nach dem Menschen antworten, indem sie…
    • die Deutungen des Verhältnisses von Freiheit und Determination (ggf. unter den Bedingungen von Digitalität und Virtualität) in verschiedenen Religionen oder Kirchen/Konfessionen vergleichen und deren Impulse für ein Leben in und aus Freiheit markieren. Oder
    • die Menschenrechte darstellen und deren Begründungen in verschiedenen Religionen, Kirchen/Konfessionen oder säkular-weltanschaulichen Optionen miteinander vergleichen. Oder
    • an einem Fallbeispiel (ggf. mit Blick auf Digitalität und Virtualität) die Geltung der Menschenrechte in einer Religion oder Kirche/Konfession erörtern.
    • auf die Frage nach der Verantwortung des Menschen in der Welt antworten, indem sie an einem Fallbeispiel verschiedene moralische Positionen, Argumente und Kriterien aus verschiedenen Religionen oder Kirchen/Konfessionen sowie aus Wissenschaft, Philosophie und Politik (und ggf. in Beachtung der Rolle digitaler Medien) darstellen und aufeinander beziehen.

Gestalten und Handeln (Performance)

Die SchülerInnen können…

  • strukturiert und systematisch vorgehen und die eigenen Arbeitsprozesse planen und organisieren.
  • unterschiedliche Wege der Aufgabenbewältigung oder Problemlösung nutzen.
  • den eigenen Fähigkeiten und der Wirksamkeit des eigenen Handelns vertrauen.
  • sich für Dinge und Sachverhalte einsetzen, die ihnen wichtig sind, und dabei auch die Initiative ergreifen.
  • die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen und als (Handlungs-)Potentiale nutzen.
  • sich motivieren, Neues zu lernen und Dinge und Sachverhalte zu verstehen.
  • ausdauernd und konzentriert arbeiten, ohne schon bei ersten Schwierigkeiten aufzugeben.
  • aus ihrer zunehmenden Vertrautheit mit sich selbst Optionen ihres gesellschaftlichen Handelns und Gestaltens entwickeln.

Kommunizieren und (be-)urteilen (Interaktion)

Die SchülerInnen können…

  • ihre eigene religiöse, kirchlich-/konfessionelle oder säkular-/weltanschauliche Position/Überzeugung im Blick auf alternative Optionen begründen und dabei darlegen, was ihnen an diesen alternativen Positionen/Überzeugungen beachtenswert oder aber herausfordernd oder aber nicht zustimmungsfähig ist.
  • Grundprinzipien verschiedener religiöser, kirchlich-/konfessioneller oder säkular-/weltanschaulicher Positionen/Überzeugungen im Hinblick auf konkrete Lebens- und Handlungssituationen erörtern.
  • sich mit verschiedenen religiösen, kirchlich-/konfessionellen oder säkular-/weltanschaulichen Positionen/Überzeugungen zu Gott oder Göttlichem oder Transzendentem auseinandersetzen.
  • verschiedene religiöse, kirchlich-/konfessionelle oder säkular-/weltanschauliche Menschenbilder beurteilen.
  • religiöse, kirchlich-/konfessionelle oder säkular-/weltanschauliche Moralentwürfe und deren Begründungen kritisch hinterfragen.
  • anderen SchülerInnen interessiert und würdigend begegnen, sich selbst offen in den Dialog einbringen und die eigenen Überzeugungen und Lebensweisen erläutern.

Teilhaben und entscheiden (Partizipation)

Die SchülerInnen können…

  • eine eigene Meinung entwickeln und eigene Entscheidungen treffen und diese gegenüber anderen vertreten.
  • mit anderen SchülerInnen zusammenarbeiten und in der Gruppe eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen.
  • sich in Konflikten angemessen verhalten, die Sichtweisen anderer verstehen und auf sie eingehen.
  • Toleranz und Respekt gegenüber anderen zeigen und angemessen mit Ein- und Widersprüchen umgehen.